Burgerbibliothek Bern, Öffentlich-wissenschaftliches Archiv in Bern, Schweiz
Die Burgerbibliothek Bern ist ein öffentliches Archiv und Gedächtnisinstitut im Zentrum von Bern, das Handschriften, Grafiken, Privatnachlässe und Verwaltungsunterlagen der Burgergemeinde aufbewahrt. Die Bestände reichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und decken sowohl lokale Geschichte als auch bedeutende Einzelpersonen ab.
Die Burgerbibliothek wurde 1951 gegründet, als die Handschriften- und Grafiksammlungen von der damaligen Stadt- und Universitätsbibliothek Bern getrennt wurden. Seitdem hat sich das Haus zu einer spezialisierten Einrichtung entwickelt, die sich auf lokale und regionale Quellen konzentriert.
Die Burgerbibliothek bewahrt Familienpapiere, Briefe und Handschriften von Berner Bürgern, die man sonst nirgendwo einsehen kann. Wer in den Lesesaal kommt, findet Dokumente, die das Alltagsleben vergangener Generationen greifbar machen.
Der Lesesaal steht Forschenden von Dienstag bis Freitag tagsüber offen, und für Besuche empfiehlt sich eine vorherige Anmeldung. Führungen und Ausstellungsbesuche können auf Anfrage auch außerhalb der regulären Zeiten vereinbart werden.
Zu den bekanntesten Stücken der Sammlung gehört die illuminierte Berner Chronik von Diebold Schilling aus dem späten 15. Jahrhundert, ein handgeschriebenes Werk mit farbigen Miniaturen, das den Alltag und die Kriegszüge der Stadt zeigt. Die Bibliothek bewahrt außerdem den Nachlass von Albrecht von Haller, einem der bedeutendsten Naturforscher des 18. Jahrhunderts, der in Bern geboren wurde.
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