Piz Lischana, Berggipfel in Graubünden, Schweiz
Der Piz Lischana ist ein 3105 m hoher Gipfel in der Sesvenna-Gruppe über Scuol und der höchste Punkt der Gruppe nördlich der Fuorcla Sesvenna (2819 m). Sein Südostgrat steigt von der Fuorcla de Rims (2940 m) über einen Zwischengipfel auf 3044 m an; von der Gipfelpyramide brachen 2011 rund 2000 Kubikmeter Fels ab.
Am 31. Juli 2011 brachen rund 2000 Kubikmeter Fels aus der Ostseite des Gipfelturms und stürzten in die Val de Triazza; eine Gruppe, die den Gipfel gerade verlassen hatte, filmte den Felssturz. Aus Furcht vor weiteren Stürzen sperrten die Behörden den Gipfelbereich bis 2016 und verlegten den Weg vom Sattel unterhalb des Gipfels neu, markiert mit roten Punkten.
Die Chamanna Lischana, Hütte des Schweizer Alpenclubs auf 2500 m, ist der übliche Ausgangspunkt der Normalroute über die Fuorcla de Rims (2940 m) und den Südostgrat. Auf Vallader heisst sie Chamonna Lischana; der Weg von San Jon oberhalb von Scuol, jenseits des Inn, führt an ihr vorbei.
Die Normalroute führt von der Chamanna Lischana (rund 2500 m) zur Fuorcla de Rims auf 2940 m und dann über den Südostrücken mit dem Zwischengipfel Punkt 3044. Sie ist auf der Schweizer Wander Skala mit T3+ oder T4 bewertet, verlangt also sicheren Tritt. Der Schlussabschnitt wurde nach dem Felssturz von 2011 mit roten Punktmarkierungen umgelegt. Längere Zustiege kommen von S-charl über die Fora dal'Aua oder das Val d'Uina.
Das Plateau zwischen Piz Lischana und den Lai da Rims trug einst den 4 km² grossen Vadret de Lischana. Übrig sind zwei Relikte: der Vadret de Triazza unter dem Südostrücken und das weiterhin Vadret Lischana genannte Eisrelikt oberhalb der Chamanna Lischana.
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