Servetus-Gedenkstein, Gedenkstele in Champel, Genf, Schweiz
Das Monument Michel Servet ist eine menhirförmige Stele aus Stein an der Einmündung der Avenue de la Roseraie in die Avenue de Beau-Séjour in Champel, nahe dem einstigen Scheiterhaufen. Die von Calvin-Biograf Émile Doumergue verfasste Vorderseite bezeichnet das Denkmal als Sühneakt „respektvoller und dankbarer Söhne Calvins“; die später ergänzte Rückseite verzeichnet, dass Michel Servet aus Villeneuve d'Aragon am 29. September 1511 geboren wurde und am 27. Oktober 1553 in Champel auf dem Scheiterhaufen starb. Am 3. Oktober 2011 wurde neben der Stele eine Statue eingeweiht.
Der Stein von 1903 ist ein Gegenmonument: Genfer reformierte Kreise verhinderten die von den 1902 in Genf tagenden Freidenkern auf Vorschlag des spanischen Atheisten Pompeyo Gener geplante Gedenkstätte und errichteten stattdessen einen Stein, dessen von Calvins Biograf Émile Doumergue verfasste Vorderseite einen Irrtum «seines Jahrhunderts» entschuldigt, ohne Servet zu nennen. Dessen Name und Lebensdaten kamen erst später auf die Rückseite.
Die von Calvins Biografen Émile Doumergue verfasste Vorderseite bittet um Verzeihung für einen «Irrtum, der der seines Jahrhunderts war», und nennt Servet nicht; sein Name und seine Daten stehen erst auf der Rückseite. Der Stein ist daher eher eine calvinistische Sühne als eine Ehrung, und die angrenzende Strasse heisst Rue Michel-Servet.
Der Stein steht an der Einmündung der Avenue de la Roseraie in die Avenue de Beau-Séjour, wo die Rue Michel-Servet beginnt, unweit des Plateau de Champel. Die Hauptinschrift ist zur Strasse gerichtet; die Lebensdaten Servets stehen auf der Rückseite, man muss also um den Stein herumgehen, um beide Seiten zu lesen.
Der Gedenkstein von 1903 ist eine menhirförmige Stele, deren von Calvins Biograf Émile Doumergue verfasste Vorderseite Servet nie nennt und einen Irrtum entschuldigt, «der der seines Jahrhunderts war». Servets Name, seine Geburt am 29. September 1511 und sein Tod auf dem Scheiterhaufen am 27. Oktober 1553 stehen erst in einer später ergänzten Inschrift auf der Rückseite.
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