Chillon-Viadukt, Betonstraßenbrücke nahe dem Schloss Chillon in Veytaux, Schweiz.
Der Viaduc de Chillon ist eine 2150 Meter lange Betonstraßenbrücke, die den Autoroute A9 über den Genfersee trägt und dabei zwei parallele Fahrbahnen stützt. Die Brücke verbindet den Glion-Tunnel mit dem Hochland von Villeneuve und ruht auf Pfeilern, deren Höhe je nach Gelände zwischen 3 und 45 Metern variiert.
Das Viadukt wurde 1969 von einem Konsortium errichtet, das vorgefertigte Betonteile mit Überkopfkränen zwischen den Pfeilern montierte. Der Bau war technisch innovativ für seine Zeit und setzte neue Standards im Brückenbau der Schweiz.
Die Brücke sitzt in unmittelbarer Nähe zum Schloss Chillon, einem Wahrzeichen der Region, das die Gestaltung beeinflusste. Dieser Ort verbindet Verkehr mit Landschaft auf eine Weise, die Besucher unmittelbar wahrnehmen können, wenn sie über die Brücke fahren oder den See von unten betrachten.
Das Viadukt ist für Autofahrer leicht zugänglich, da es direkt in die Autoroute A9 integriert ist und keine speziellen Umwege erforderlich sind. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Zugang eingeschränkt, da die Brücke hauptsächlich als Schnellstraße dient.
Die Brücke überquert den Genfersee etwa 100 Meter über der Wasserfläche und wurde gezielt so positioniert, dass die Wälder in der Region nicht gerodet werden mussten. Diese Entscheidung machte das Projekt zu einem frühen Beispiel für umweltbewusste Infrastrukturplanung.
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