Artilleriewerk Chillon, Militärische Befestigung im Kanton Waadt, Schweiz
Fort de Chillon ist eine Militäranlage, die in die Felswand über dem Genfer See eingebaut wurde und Geschütze sowie Maschinengewehrstellungen in mehreren Ebenen enthält. Das Bauwerk erstreckt sich durch ein System von Tunneln und Kammern, das als Unterschlupf und Einsatzzentrale konzipiert war.
Die Festung wurde 1942 eröffnet und war Teil von Schweizers Verteidigungsstrategie während des Zweiten Weltkriegs. Eine Garnison von etwa 130 Soldaten der Gebirgsbrigade 10 war stationiert, um das Land vor möglichen Angriffen zu schützen.
Die Anlage zeigt, wie die Schweiz sich während des Krieges selbst schützen wollte und spiegelt das Denken einer Nation wider, die ihre Unabhängigkeit bewahren musste. Heute können Besucher sehen, wie die Soldaten hier lebten und arbeiteten, in engen Räumen unter Stein und Erde.
Das Fort ist über Führungen zugänglich, bei denen Besucher die unterirdischen Gänge, Geschützstellungen und Wohnbereiche erkunden können. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund uneben ist und einige Treppen steil sind.
Seit 2010 werden in Teilen der Anlage Weine gelagert, was die ehemalige Kaserne in einen ungewöhnlichen Schnittpunkt zwischen Militärgeschichte und Weinherstellung verwandelt. Diese Nutzung zeigt, wie historische Strukturen einem neuen Leben zugeführt werden können.
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