Swiss Museum of Games, Spielmuseum in La Tour-de-Peilz, Schweiz
Das Swiss Museum of Games befindet sich in einem mittelalterlichen Schloss am Ufer des Genfersees und zeigt etwa 10.000 Spiele aus verschiedenen Zeiten und Regionen. Die Ausstellung erstreckt sich durch die Räume des Schlosses und präsentiert alles von Würfelspielen bis zu modernen Brettspielen.
Das Schloss entstand im Mittelalter als Verteidigungsanlage, die den Schiffsverkehr und den Zoll auf dem Genfersee überwachte. 1476 wurde es in den Burgunderkriegen zerstört und 1747 von Jean Grésier, einem französischen Offizier, erworben und wieder aufgebaut. 1979 kaufte die Gemeinde das Schloss nach einer Volksabstimmung; am 16. Mai 1987 wurde dort das Museum eröffnet.
Der Dauerausstellungsparcours ist in zehn Etappen gegliedert, darunter Voyajeux für Spiele aus Afrika, Asien und Südamerika, ein Abschnitt über Spiele der Antike und einer über Indien als Land der Spiele. Seit 2007 führt ein Spielparcours mit Freiluftspielen durch die Schlossgärten, und das Museum richtet ein internationales Awele-Turnier sowie das Jahrestreffen der Schweizer Spieleentwickler aus.
Das Museum befindet sich im Schloss La Tour-de-Peilz, dessen zwei Ecktürme, Umfassungsmauer, Stadtmauern und Gräben 1973 als historische Monumente eingestuft wurden. Die Ausstellungsräume erreicht man über die alten Treppen und Ebenen des Schlosses; für den Wechsel zwischen den Stockwerken sollte man Zeit einplanen. Die Bibliothek mit rund 5.000 Bänden ist auf Anfrage zugänglich.
Die Bibliothek umfasst rund 5.000 Bände, darunter die Bücher und die Korrespondenz des 2003 gestorbenen englischen Schachhistorikers Ken Whyld sowie die Bestände von David Pritchard und Jean-Marie Lhôte. Sie ist nicht frei zugänglich: Interessierte können sie auf Anfrage besuchen.
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