Deutschschweiz, Kultur- und Geografieregion in der Schweiz
Die deutschsprachige Schweiz ist eine kulturelle und geografische Großregion in der Schweiz, die sich vom Bodensee bis zum Berner Oberland erstreckt und von Basel bis nach Graubünden reicht. Sie umfasst insgesamt siebzehn Kantone oder Kantonsteile, darunter fast das gesamte Mittelland, große Teile der Alpen sowie die Täler rund um Zürich, Bern und Luzern.
Die politische Zusammenfassung dieser Kantone zur Schweizerischen Eidgenossenschaft erfolgte 1848 mit der Annahme der Bundesverfassung, die aus ehemals eigenständigen Territorien einen gemeinsamen Staat schuf. Zuvor hatten die einzelnen Gebiete über Jahrhunderte eigene Regeln und Bündnisse bewahrt, bevor sie sich zu einer föderalen Struktur vereinten.
Der Name der Region verweist auf die Sprache der Bewohner, die sich im Alltag nicht des Hochdeutschen bedienen, sondern je nach Tal oder Kanton in einem der alemannischen Dialekte sprechen. Obwohl die Verständigung zwischen den verschiedenen Mundarten gelingt, hört man beim Zuhören deutliche Unterschiede in Klang und Wortschatz, die von Ort zu Ort wechseln.
Die Region lässt sich am besten mit dem Zug erkunden, da die Verbindungen zwischen den Städten häufig sind und die meisten Täler und Berggebiete gut erschlossen sind. In den Alpen empfiehlt es sich, eine Karte mitzunehmen, da nicht alle Ortschaften durchgehend beschildert sind und Wanderwege je nach Jahreszeit unterschiedlich zugänglich sein können.
Das Gemeindegebiet von Samnaun liegt als einzige deutschsprachige Siedlung der Schweiz außerhalb des alemannischen Sprachraums und bewahrt einen bairischen Dialekt, der sonst nur in Teilen Österreichs und Bayerns gesprochen wird. Diese sprachliche Besonderheit geht auf die jahrhundertelange Abgeschiedenheit des Tals zurück, das erst spät an das übrige Land angeschlossen wurde.
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