Val Lumnezia, Alpental in Graubünden, Schweiz
Das Val Lumnezia ist ein Gebirgstal im Kanton Graubünden, das sich südwestlich von Ilanz erstreckt und dreizehn Berggemeinden umfasst. Die Hänge sind mit Wäldern und Alpweiden bedeckt, und Steingebäude prägen das Bild der verstreuten Dörfer, die durch Saumpfade und Straßen miteinander verbunden sind.
Das Tal weist Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit auf, darunter Felsritzungen beim Crap da Treis Siarps, die mit alten Grabstätten in Verbindung gebracht werden. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich hier eine bäuerliche Gemeinschaft, die ihre Traditionen und ihre rätoromanische Sprache bis heute bewahrt hat.
Das Val Lumnezia gehört zum rätoromanischen Sprachraum, und Romanisch ist hier die Sprache des Alltags: Ortsschilder, Hausnamen und Wegweiser sind fast ausnahmslos in dieser Sprache gehalten. Wer durch die Dörfer geht, bemerkt, wie tief diese Sprache das Leben der Gemeinschaft prägt.
Das Tal ist über Ilanz erreichbar und bietet im Winter Skifahren rund um Vella Sumsiaras sowie im Sommer markierte Wanderwege durch die Dörfer und auf die Alpen. Die Wandersaison von Mai bis Oktober ist die günstigste Zeit, um die Höhenwege zu begehen, da die Bergpässe dann offen und die Wege gut begehbar sind.
Das Dorf Vrin im hinteren Tal ist dafür bekannt, dass es 1998 einen Preis für die Bewahrung seiner traditionellen Architektur erhielt und seitdem konsequent auf moderne Neubauten verzichtet. Wer durch Vrin spaziert, sieht fast ausschließlich alte Steinhäuser, was das Dorf von vielen anderen Alpendörfern unterscheidet.
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