Schloss Rümligen, Mittelalterliches Schloss in Rümligen, Schweiz
Rümligen ist ein Schloss, das auf einem hohen Steinplateau über dem Dorf Thurnen thront und aus mehreren Gebäudekomplexen besteht. Der markante rechteckige Turm erhebt sich über sieben Geschosse und bildet zusammen mit den angrenzenden Wohngebäuden eine kompakte Anlage aus Stein und Mauerwerk.
Der älteste Teil, der siebenstöckige Bergfried, stammt aus dem späten 11. Jahrhundert, als die Freiherren von Rümligen Land zwischen Gürbe und Sense hielten; 1076 erscheint die Familie erstmals, als Lütold von Rümligen das Kloster Rüeggisberg stiftete. 1388 kam die Herrschaft unter bernische Kontrolle, 1515 an Burkhard Schütz. Samuel Frisching erwarb sie 1684, und um 1709–1710 liess sein Sohn Samuel Frisching II. den mittelalterlichen Kern zu einem Barockschloss umbauen, das ihm sein heutiges Äusseres gab.
Das Schloss ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung der Klasse A, befindet sich aber in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Der Name geht auf die Freiherren von Rümligen zurück, die 1076 erstmals fassbar werden, als Lütold von Rümligen das Kloster Rüeggisberg stiftete. Bis zur Heirat von Alette Sophie Rosine Frisching mit Friedrich von Wattenwyl im Jahr 1838 blieb das Gut bei der Familie Frisching.
Schloss, Gutsbetrieb und Park sind in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich; der neue Eigentümer, der die Anlage Ende 2020 gekauft hat, will sie weiterhin privat nutzen. Der Bau steht am östlichen Hang des Längenbergs über dem oberen Gürbetal, auf dem Gebiet der Gemeinde Riggisberg. Man kann das Schloss nur von aussen betrachten, den Weg dorthin also als Spaziergang an der Anlage vorbei planen.
Der nördliche Turm enthält Elemente aus dem frühen Mittelalter, und einige Mauerteile könnten sogar auf römische Zeiten zurückgehen. Diese älteren Schichten in den Fundamenten zeigen, dass der Standort lange vor dem Schloss selbst von strategischer Bedeutung war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.377 Mitwirkenden weltweit.