Braunwaldbahn, Standseilbahn in Glarus, Schweiz
Die Braunwaldbahn ist eine Standseilbahn von der SBB-Station Linthal Braunwaldbahn auf 674 m ü. M. zum autofreien Ort Braunwald auf 1254 m ü. M. Die 1367 m lange eingleisige Strecke mit Ausweichstelle im Tannenboden überwindet 580 Höhenmeter bei maximal 68 Prozent Steigung. Die beiden unbegleiteten Wagen von 1997 fassen je 114 Personen oder 95 Personen und 1,5 Tonnen Güter.
Die Bahn ging auf Albert Bebié zurück, der den Ingenieur Josef Durrer für die Pläne und die Bauleitung der von Hünerwadel & Toneatti ausgeführten Arbeiten gewann; der Kostenvoranschlag von 480'000 Schweizer Franken wurde eingehalten. Eröffnet wurde sie am 6. August 1907 mit zwei Monaten Verspätung, zunächst nur im Sommerbetrieb; erst 1928 kam der Ganzjahresbetrieb, im selben Jahr sicherte sich der Verkehrsverein von Braunwald die Aktienmehrheit. Die Totalsanierung 1997 erneuerte zwei Drittel des Unterbaus und die Tannenbodenbrücke sowie Seil, Antrieb und Steuerung und brachte neue Wagen.
Die Bahn ist das Tor zu Braunwald, einem autofreien Bergdorf in den Glarner Alpen. Sie prägt das Dorfbild und verbindet die Talstation mit dem Alltag der Bewohner oben.
Die beiden Wagen befördern jeweils bis zu 114 Fahrgäste und fahren ganzjährig, was sie zu einem zuverlässigen Verkehrsmittel für Einwohner und Besucher macht. Die steile Strecke erfordert gute Schuhe, und man sollte bei Schlechtwetter flexibel mit der Fahrtzeit sein.
Die maximale Steigung der Strecke beträgt 68 Prozent, nicht 64. Die beiden Wagen verkehren unbegleitet; Kameras übertragen die Sicht des Fahrzeugführers zur Videozentrale in der Bergstation, und Hindernisse auf der Strecke setzen die Anlage automatisch still. Der talseitige Anhängewagen erlaubt den Transport von 1,5 Tonnen Gütern.
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