Burg Iberg, Mittelalterliche Burgruine in Wattwil, Schweiz.
Die Burg Iberg ist eine Höhenburgruine auf einem Hügel südwestlich von Wattwil auf 740 m ü. M. mit Blick über das Thurtal zwischen Lichtensteig und Ebnat-Kappel. Die mit einer Ringmauer umgebene Anlage bildet ein unregelmäßiges Vieleck und umfasst einen 9 × 8,7 × 25 m großen, fünfstöckigen Bergfried mit 1,8 bis 2,2 m dicken Mauern. Der alte Hocheingang liegt auf der Südostseite etwa 5 m über dem Hof; heute wird der Bergfried über ein rekonstruiertes Treppenhaus ebenerdig betreten. Ein Ringgraben und Wallaufschüttungen schützten den Hügel auf drei Seiten, während die Südseite steil zum Hagbachtobel abfällt.
Die Burg Iberg wurde nach 1240, wahrscheinlich von Heinrich von Iberg, einem Dienstmann der Fürstabtei St. Gallen, erbaut und 1240 als «de Iberch» erstmals urkundlich erwähnt. 1249 eroberte Graf Kraft I. von Toggenburg die Burg, 1290 belagerte sie der Gegenabt Konrad von Gundelfingen, 1405 zerstörten die Appenzeller sie. Nach 1408 als Vogteisitz wiederhergerichtet, wurde sie 1710 von aufständischen Toggenburgern besetzt und nach 1718 entfestigt. 1835 ließ man die Dachstühle abbrechen, 1901–1902 wurde der Bergfried neu gedeckt und Teile wiederaufgebaut.
Der Name Iberg geht vermutlich auf einen Flurnamen zurück, «Eibenberg», den die Dienstleute annahmen, die sich 1240 erstmals urkundlich «de Iberch» nannten. Ab 1718 überliess die Fürstabtei die Gebäude Lehensleuten, die darin ein Wirtshaus einrichteten; danach zerfiel die Anlage zusehends.
Du findest die Burgruine an der Straße Am Iberg in Wattwil, leicht über die Koordinaten 47,2975°N und 9,08°E zu lokalisieren. Das Gelände ist zu Fuß erreichbar, bietet aber nur begrenzte Wege und kann je nach Wetter rutschig sein.
Die Burg ist von einem Graben umgeben, der speziell zum Schutz vor Angriffen von Süden angelegt wurde und noch heute sichtbar ist. Dieser Graben zeigt, wie die Burgerbauer die Landschaft nutzten, um ihre Verteidigungslinie zu verstärken.
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