Fasnachts-Brunnen, Mechanischer Brunnen am Theater Basel, Schweiz
Der Fasnachts-Brunnen, auch Tinguely-Brunnen genannt, ist ein Brunnen von Jean Tinguely auf dem Theaterplatz in Basel. Er besteht aus zehn schwarzen mechanisierten Skulpturen in einem unregelmäßigen Becken von 16 auf 19 Metern. Die Skulpturen wurden teilweise aus beweglichen Versatzstücken der Bühne des alten Stadttheaters gebaut. Schwachstrommotoren und Düsen treiben die Figuren an, die Wasserfontänen sprühen. Der Beckenrand ist etwa 25 Zentimeter hoch, das Wasser 19 Zentimeter tief.
Der Brunnen wurde zwischen 1975 und 1977 an der Stelle der Bühne des alten, abgebrochenen Basler Stadttheaters gebaut und war ein Geschenk der Handelsgenossenschaft Migros an die Stadt. Die zehn maschinellen Skulpturen entstanden zum Teil aus beweglichen Versatzstücken der ehemaligen Bühnenausstattung. 2002 fand zum 25-jährigen Jubiläum ein Fest mit besonderer Illumination und Salutschiessen statt.
Der Brunnen trägt den Namen der Basler Fasnacht und bezieht sich auf das Karneval-Fest, das die Stadt jedes Jahr prägt. Die Metallskulpturen werden von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen als Treffpunkt genutzt, besonders nach Theatervorstellungen.
Das Becken misst 16 auf 19 Meter, ist unregelmäßig geformt und hat einen nur rund 25 Zentimeter hohen Rand, sodass man die zehn schwarzen Skulpturen direkt über dem Wasser betrachtet; dieses ist 19 Zentimeter tief. Der Brunnen ist einer von drei Basler Brunnen, die kein Trinkwasser führen und nicht zum Baden benutzt werden dürfen. Ringsum stehen steinerne Bänke vor Büschen und Hecken.
Jede Komponente der Metallkonstruktion folgt einem eigenen Rhythmus und wurde so programmiert, dass die Wasserstrahlen sich je nach Rotationsgeschwindigkeit unterschiedlich bewegen. Diese Art von individualisierter Mechanik war 1977 eine ungewöhnliche und innovative Herangehensweise an öffentliche Kunst.
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