Synagoge, Religiöses Bauwerk in Lengnau, Schweiz
Die Synagoge in Lengnau ist ein Gotteshaus aus dem 19. Jahrhundert, das auf erhöhtem Gelände steht und Architekturelemente aufweist, die von Schweizer Behörden vorgegeben wurden. Der Bau mit Uhr und Glockenturm zeigt die spezifischen Anforderungen, die an religiöse Gebäude dieser Zeit gestellt wurden.
Der Bau zwischen 1846 und 1849 ersetzte ein früheres Gebäude von 1750, das nach einem Rechtsakt entstand, der Juden erstmals gestattete, religiöse Bauten zu errichten. Der Neubau spiegelte die veränderten Anforderungen einer Zeit wider, die auf Kontrolle und Normung ausgerichtet war.
Die Synagoge zeigt die Fassade eines Ortes, an dem Juden seit dem 18. Jahrhundert ihre Religionspraktiken ausüben konnten. Das Gebäude erzählt durch seine Architektur von den Bedingungen, unter denen jüdisches Leben in dieser Region möglich war.
Besucher können das Gebäude in der Regel durch geführte Touren besichtigen, die durch das örtliche Tourismusbüro organisiert werden und Voranmeldung erfordern. Es ist hilfreich, sich vorab zu informieren, da die Zugangszeiten begrenzt sind.
Das auffälligste Merkmal sind zwei separate Eingangstüren, ein unmittelbares Zeugnis einer Regel, die Juden und Christen räumlich trennen sollte. Diese bauliche Besonderheit macht deutlich, wie Gesetze damals in Architektur umgesetzt wurden.
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