Schloss Schwarzenburg, Verwaltungsschloss in Schwarzenburg, Schweiz
Schloss Schwarzenburg ist ein dreigeschossiger Rechteckbau unter einem Krüppelwalmdach mit einem traufseitigen polygonalen Treppenturm. Vor der Hauptfassade liegt ein gevierter ummauerter Hof mit zwei Ecktürmchen, die Wehrhaftigkeit nur noch symbolisieren; er verbindet das Haus mit Torhaus und Kornspeicher. Der Haupteingang wurde im 18. Jahrhundert an die Nordseite verlegt.
Die abgelegene, teuer zu unterhaltende Burg Grasburg wurde 1423 von den Grafen von Savoyen an Bern und Freiburg verkauft, die die Herrschaft Grasburg gemeinsam regierten. 1573–1575 liessen sie im Dorf das Schloss Schwarzenburg als bequemen Sitz für ihren Vogt errichten, der abwechselnd von Bern und Freiburg gestellt wurde. Nach dem französischen Einmarsch von 1798 fiel die bisherige Gemeine Herrschaft allein an Bern; das Schloss blieb Verwaltungszentrum des Distrikts bis zu dessen Auflösung 2010.
Der Name stammt vom Dorf Schwarzenburg, nicht von einer Gründerfamilie; das Schloss wurde für den Vogt der Herrschaft Grasburg erbaut, der abwechselnd von Bern und Freiburg ernannt wurde. Seit 2010 gehört es der Stiftung Schloss Schwarzenburg und dient Kunstausstellungen; es kann für Feiern und Sitzungen gemietet werden.
Das Schloss ist für die Öffentlichkeit während Kunstausstellungen und Veranstaltungen zugänglich, die über das Jahr verteilt stattfinden. Es ist sinnvoll, sich vorab zu informieren, da die Öffnungszeiten je nach Programm unterschiedlich ausfallen.
Beeindruckend ist, dass das Gebäude seine Original-Kassettendecken aus dem Jahre 1575 bewahrt hat und damit ein seltenes Zeugnis dieser Handwerkskunst darstellt. Der nördliche Eingang zeigt mit seinem Louis XVI-Stil und dem Obeliskenbrunnen eine später hinzugefügte französische Eleganz, die kontrastreich wirkt.
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