Ehemaliges Benediktinerkloster Schönthal, Mittelalterliches Kloster in Langenbruck, Schweiz.
Das ehemalige Benediktinerkloster Schönthal liegt nordöstlich von Langenbruck im Kanton Basel-Landschaft. Seine 1187 geweihte romanische Kirche besitzt eine Westfassade aus fugenlos versetztem Quadermauerwerk mit Portalgewände, einem Relief mit dem kreuztragenden Lamm und beidseitigen rundbogigen Figurennischen. Kirche und Stiftsgebäude sind noch heute mit Ziegeln eingedeckt, die von 1645 bis 1682 in der Klosterkirche gebrannt wurden.
Der älteste urkundliche Hinweis auf eine Mönchsgemeinschaft in Schönthal stammt aus dem Jahr 1145; eine Urkunde vom 2. März 1146 nennt das Kloster und seinen Stifter, den Grafen Adalbero von Frohburg. Die Klosterkirche wurde 1187 eingeweiht. Ein Doppelkloster ist erstmals 1266 erwähnt, und der Männerkonvent war vor 1300 verschwunden. 1415 wurde das Frauenkloster an den Servitenorden übergeben. Am 1. Mai 1529 hob der Rat von Basel das Kloster während der Reformation auf, und 1836 gingen die Liegenschaften in Privatbesitz über.
Seit dem Jahr 2000 dient das ehemalige Kloster als kulturelle Begegnungsstätte im Rahmen von Sculpture at Schoenthal; zeitgenössische Skulpturen stehen in den Gebäuden und auf dem Gelände. Das Agnus Dei im Wappen von Langenbruck erinnert an das Kloster, dessen Schutzpatronin jedoch Maria war; dasselbe Lamm erscheint auf einem Siegel von 1225 und auf der Taufschale in der Kirche von Bennwil.
Die Anlage liegt nordöstlich von Langenbruck oberhalb des oberen Hauensteinpasses; Kirche und Konventgebäude stehen beieinander, umgeben von einem rund 100 ha grossen Landwirtschaftsgut. Man erreicht sie zu Fuss vom Dorf aus; das Gelände ist hügelig, feste Schuhe sind von Vorteil. Seit 2000 dienen die Gebäude als kulturelle Begegnungsstätte im Rahmen von Sculpture at Schoenthal.
Nach der Reformation diente die Klosterkirche fast 500 Jahre als Ökonomiegebäude, von 1645 bis 1682 beherbergte sie eine Ziegelbrennerei; Kirche und Stiftsgebäude sind noch heute mit diesen Ziegeln eingedeckt. Bis 1998 wurde sie als Holzschopf genutzt. Auf dem Bogen der Westfassade steht die Inschrift „+HIC EST RODO“.
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