Haggenbrücke, Stahlbrücke für Fußgänger in St. Gallen, Schweiz
Die Haggenbrücke ist eine 355,60 m lange Stahl-Fachwerkbrücke für Fussgänger und Radfahrer über die Sitter, die das St. Galler Quartier Haggen mit Stein im Appenzell Ausserrhoden verbindet. An ihrer höchsten Stelle ist sie 98,6 m hoch und 3,8 m breit; von der Appenzeller zur St. Galler Seite steigt sie um 3,9 %, was 14 m Höhenunterschied zwischen den Widerlagern ergibt. Sechs Joche sind direkt auf den Fels betoniert und reichen teilweise bis zu drei Meter unter den Wasserspiegel der Sitter.
Die Stahl-Fachwerkbrücke wurde 1936/37 nach Plänen des Ingenieurs Rudolf Dick und des Eisenbauunternehmers Ernst Scheer gebaut, nachdem Anläufe von 1885 und 1920 an der Finanzierung gescheitert waren. Sie ersetzte den beschwerlichen Saumpfad durch die Sitterschlucht; finanziert wurde der Bau von Kanton, Stadt St. Gallen, Gemeinde Stein und vielen Privaten. 2009/2010 wurde die Brücke saniert.
Im Volksmund heisst die Brücke Ganggelibrugg, von ganggelen, «schwanken», weil sie bei der Eröffnung am 31. Oktober 1937 unter 5600 Besuchern ins Schwanken geriet. Der offizielle Name Eisensteg Zweibruggen verweist auf die zwei alten überdachten Holzbrücken über Sitter und Wattbach im Tal darunter. Die Brücke ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen nach Stein AR.
Die Brücke ist für Fussgänger und Radfahrer offen, nicht für Autos, obwohl sie Ausweichstellen hat. Von der Appenzeller Seite Richtung St. Gallen steigt sie um 3,9 % an, mit 14 m Höhenunterschied zwischen den Widerlagern. 2010 wurden Schutznetze angebracht; der Weg am Wattbach zu den alten Holzbrücken unten ist durch Erosion teilweise zerstört.
Der Übername Ganggelibrugg stammt vom ostschweizerischen ganggelen, «schwanken»: Bei der Eröffnung am 31. Oktober 1937 versetzten 5600 Besucher das Bauwerk in derartige Schwingungen, dass ein Ingenieurbericht Nachbesserungen auslöste. Das Stahlfachwerk steht auf sechs direkt auf den Fels betonierten Jochen, die teilweise bis drei Meter unter den Wasserspiegel der Sitter reichen.
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