Christkatholische Stiftskirche St. Martin, Gotische katholische Kirche in Rheinfelden, Schweiz.
Die christkatholische Stiftskirche St. Martin in Rheinfelden ist eine dreischiffige Basilika im gotischen Stil; der heutige Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Das Innere ist barock geprägt und wurde in den 1770er Jahren umgebaut. Sie steht am Kirchplatz im Zentrum der Altstadt; ein Teil der Nordwand des Vorgängerbaus aus dem 12. Jahrhundert ist in der Südwand des Glockenturms erhalten.
Die ursprüngliche Stiftung geht auf 1228 zurück, als hier ein Chorherrenstift entstand, das bis 1870 bestand. Im Jahr 1873 wurde es zur christkatholischen Gemeinde umgewandelt, nachdem das ursprüngliche System aufgelöst worden war.
Kirchenpatron ist Martin von Tours, übernommen von der Mutterpfarrei Magden. Seit 1873 gehört die Kirche der christkatholischen Gemeinde, die 1872 das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit abgelehnt hatte; am 18. September 1876 weihte Joseph Hubert Reinkens hier Eduard Herzog zum ersten christkatholischen Bischof der Schweiz.
Die Kirche steht auf dem Kirchplatz im Zentrum der Altstadt; ihre dreischiffige gotische Außenhaut ist vom Platz aus sichtbar. Das Innere ist barock geprägt, die Ausstattung stammt aus dem Umbau der 1770er Jahre. Der Eingang liegt an der Westfassade zum Platz hin, Chor und Hochaltar befinden sich im Osten.
Die Kirche ist erstmals im Dezember 1146 bezeugt, im Zusammenhang mit zwei Besuchen des Kreuzzugpredigers Bernhard von Clairvaux in Rheinfelden. Die Quelle nennt keine Heilungswunder und kein Jahr 1147; die Datierung stützt sich allein auf diese beiden Besuche.
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