Fortezza Rohan, Burgruine und Militärfestung in Susch, Graubünden, Schweiz
Die Festung Rohan ist eine Militärbefestigung auf dem Khaschina-Hügel oberhalb von Susch, die aus einem sternförmigen Außenwall mit drei Toren besteht. Die Mauern erreichen Höhen zwischen 2,5 und 5 Metern und bilden eine geometrische Form, die typisch für Wehranlagen jener Epoche ist.
Der Herzog Henri II de Rohan ließ die Festung 1635 während des Dreißigjährigen Krieges erbauen, um die Region vor spanischen und österreichischen Angriffen zu schützen. Diese Befestigung war Teil der militärischen Strategie zum Schutz der Grenzen in dieser turbulenten Periode.
Die Einheimischen nennen die Festung nach ihrem Erbauer, Herzog Henri II. de Rohan, der sie im Mai 1635 mit Jörg Jenatsch und Hauptmann Borel de la Roque-Servière errichten liess. Die Suscher wehrten sich gegen die Requirierung von Sumpfkalk aus ihren Haushalten und Kirchgemeinden; Jenatsch beschwerte sich darüber in einem Brief und nannte sie „gente di poco“. Seit 1985 setzt sich der Verein Pro Fortezza Rohan für die Erhaltung der Ruine und ihre Zugänglichkeit ein.
Der Aufstieg zum Fort erfolgt auf einem markierten Fußweg von etwa 15 Minuten ab dem Dorf Susch, das regelmäßig mit Zügen aus Chur und dem Oberengadin verbunden ist. Das Gelande ist offen zugänglich, erfordert aber gute Schuhe und etwas Aufwärtsstrecke.
Die Festung wurde im Mai 1635 in nur acht Tagen von 600 Mann unter Hauptmann Borel de la Roque-Servière und Jörg Jenatsch errichtet. Das Steinmaterial stammte von der abgebrochenen mittelalterlichen Burg der Familie Cazins, der Sand aus einer noch heute sichtbaren Sandlinse direkt unterhalb der Mauern, und der Sumpfkalk wurde bei den Haushalten von Susch requiriert, deren Bewohner protestierten; Jenatsch nannte sie in einem Brief „gente di poco“.
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