St. Leonhardskirche, Kirchengebäude in St. Gallen, Schweiz
Die St. Leonhardskirche ist eine neugotische Kirche westlich des St. Galler Hauptbahnhofs, entworfen vom Berliner Architekten Johannes Vollmer und unter der Bauleitung des St. Galler Architekten Ferdinand Wachter errichtet. Nach zweijähriger Bauzeit wurde sie am 1. Mai 1887 eingeweiht. Das Gebäude besitzt einen hohen Uhrenturm und Spitzbogenfenster und steht am Rand der ehemaligen Vorortsgemeinde Straubenzell.
Die Kirche wurde vom Berliner Architekten Johannes Vollmer entworfen, die Bauleitung hatte der St. Galler Architekt Ferdinand Wachter. Nach zweijähriger Bauzeit wurde sie am 1. Mai 1887 eingeweiht; sie ersetzte eine ältere, kleinere Kirche, die dort seit dem 17. Jahrhundert gestanden hatte. 2004 verkaufte die Kirchgemeinde sie für 40'000 Franken an einen privaten Eigentümer.
Ab 1997 diente die Kirche dem ökumenischen Projekt Offene Kirche St. Leonhard für ökumenische Gottesdienste, Segnungen und Musicals. 2004 verkaufte die Kirchgemeinde sie für 40'000 Franken an den Winterthurer Architekten Giovanni Cerfeda; später wurde in ihr das Musical Sister Act aufgeführt. In der Nacht vom 30. auf den 31. August 2025 besetzten rund 50 junge Aktivistinnen und Aktivisten die ungenutzte Kirche, nannten sie Achi (Autonome Chile) und verliessen sie am Morgen freiwillig.
Die Kirche steht westlich des St. Galler Hauptbahnhofs am Rand der ehemaligen Vorortsgemeinde Straubenzell; der Strassenverlauf wurde später geändert, sodass die St. Leonhardstrasse heute an der Fassade vorbeiführt. Seit dem Verkauf 2004 ist sie in Privatbesitz und dient nicht mehr dem regulären Gottesdienst, der Zugang hängt von der jeweiligen Nutzung ab. Am Abend des 20. Dezember 2007 brannte der Dachstock aus, das Notdach blieb bis Frühling 2010 bestehen.
In der Nacht vom 30. auf den 31. August 2025 besetzten rund 50 junge Aktivistinnen und Aktivisten die seit Jahren ungenutzte Kirche, die sie Achi (Autonome Chile) nannten, um nicht-kommerzielle, selbstorganisierte Freiräume zu fordern. Nach Gesprächen mit der Stadtpolizei und dem Eigentümer verliessen sie die Kirche am Morgen freiwillig; der geplante Brunch und die Medienkonferenz wurden in den angrenzenden Park verlegt.
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