Parc la Mutta, Megalithische Steinreihe in Falera, Schweiz
Der Parc la Mutta ist eine Steinreihe aus 36 Menhiren, Findlingen aus Granit oder Diorit, auf der Ebene Planezzas auf rund 1250 m über Falera. Der grösste Stein ist über zwei Meter hoch. Die Hauptlinie aus fünf Menhiren verläuft leicht fallend nach Nordosten zum Taminser Calanda; eine zweite Reihe aus sechs Blöcken schneidet sie. Mehrere Steine tragen Schälchen (Schalensteine).
Die Steinreihen entstanden in der Mittleren Bronzezeit; eine Radiokarbondatierung von Holzkohle aus dem Lehmfundament eines Menhirs ergab einen Zeitraum von 1500 bis 1200 v. Chr., ist aber als einzige Analyse nicht gesichert. 1935 meldete Kreisförster Walo Burkart «sechs säulenartige Felsblöcke», 1948 erkannte J. Maurizio die astronomische Ausrichtung der Hauptlinie. 1988 wurden 27 umgestürzte Steine unter Ulrich Büchi lokalisiert und wieder aufgerichtet, 2000 und 2001 folgten neun weitere.
Die Steine wurden von Menschen der Bronzezeit aufgestellt, die hier lebten und ihre Verbindung zum Himmel ausdrücken wollten. Man kann heute noch erkennen, wie die Reihe mit bestimmten Sternenständen und Jahreszeiten ausgerichtet ist.
Der beste Weg, die Steine zu sehen, beginnt bei dem Parkplatz nördlich des Hügels, wo Informationstafeln den Weg zeigen. Die Steine liegen auf flachem Gelände und sind leicht erreichbar, mit Wegen, die sich der Anordnung anpassen.
Die Hauptreihe aus fünf Menhiren zeigt einen Monat vor und nach der Sommersonnenwende zum Sonnenaufgang über dem Taminser Calanda. Zwei ihrer Steine bilden mit einem dritten die Eckpunkte eines pythagoreischen Dreiecks mit dem Seitenverhältnis 8:15:17.
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