Manoir de Ban: Herrenhaus und Park, Herrenhaus und Museum in Corsier-sur-Vevey, Schweiz.
Das Manoir de Ban ist ein rechteckiges neoklassizistisches Herrenhaus, das 1840 vom Architekten Philippe Franel für Charles Emile Henri de Scherer erbaut wurde, mit zwei seitlichen Anbauten und Dachterrassen. Die cremeweiße Fassade zeigt ein zurückgesetztes Obergeschoss, hohe Fenster mit hellgrünen Läden unter geschwungenen Giebeln und eine Veranda mit schlanken weißen Säulen, die an der Rückseite und an den Anbauten verläuft. Die Haustür wird von kannelierten Pilastern mit schwarzen Metalllaternen gerahmt.
Charles Emile Henri de Scherer kaufte das Gut Champ de Ban am 27. Mai 1839 und ließ dort 1840 nach Plänen des Architekten Philippe Franel aus Vevey ein neoklassizistisches Herrenhaus errichten, das 1841 im Grundbuch eingetragen wurde. Erst 1946 erhielt das Haus nach Umbauten durch den amerikanischen Diplomaten Grafton Winthrop Minot und seine Frau Anne de Lancey den Namen Manoir de Ban. Charlie Chaplin erwarb es am 31. Dezember 1952 und lebte dort bis zu seinem Tod 1977.
Das Haus war von 1952 bis 1977 der Wohnort von Charlie Chaplin, der dort an Drehbüchern arbeitete und Künstler empfing. Der Ort spiegelt die Verbindung zwischen dem Filmschaffenden und der Schweiz wider, die für ihn ein wichtiges Zuhause wurde.
Das 14 Hektar große Gut Champ de Ban liegt oberhalb von Corsier-sur-Vevey, 9 km von Montreux, 26 km von Lausanne und 91 km von Genf entfernt. Das Herrenhaus hat drei Geschosse und neunzehn Räume; rückseitig öffnet sich im Erdgeschoss ein Säulengang im Kolonialstil zum Park, zum See und zu den Bergen. Das im April 2016 eröffnete Museum Chaplin's World nutzt das Haus. Der Park umfasst Rasenflächen, Buchen, Ahorne, Ulmen, Fichten, eine Sequoia und Zedern sowie einen Obstgarten, ein Gewächshaus, einen Hof, einen Brunnen, ein Schwimmbecken und einen Tennisplatz.
Der Ort ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung anerkannt, was seine architektonische und historische Bedeutung in der Schweiz unterstreicht. Dieser Status schützt die Substanz und stellt sicher, dass das Gebäude und seine Umgebung bewahrt bleiben.
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