Grotte von Réclère, Natürliches Höhlensystem im Jura, Schweiz.
Die Grotten von Réclère sind ein rund eineinhalb Kilometer langes Höhlensystem nahe der französisch-schweizerischen Grenze im westlichen Ajoie bei Porrentruy. Sie liegen bei einem Sattel auf 658 m Höhe am Scheitel einer west-östlichen Falte des Jura, zwischen der Doubs-Talung und dem Val de Réclère. Es handelt sich um die eingestürzte Höhle, die durch Korrosion in den zerklüfteten Kalken des Rauracien (Oberjura, rund 155 Millionen Jahre) bei der Jurafaltung im frühen Pliozän vor 5 bis 6 Millionen Jahren entstand.
Die nach oben gerichtete Öffnung, von den umliegenden Bauern «Trou du Fahy» genannt, diente ihnen lange als Abfallgrube, in die sie Kadaver von Haustieren warfen. Die regionale Presse machte die Existenz der Stätte bereits 1889 publik, und ab dieser Zeit wurden die Höhlen erforscht. Die Gänge entstanden durch den Einsturz einer Höhlung in den zerklüfteten Kalken des Rauracien.
Die Höhlen gehören zum Préhisto-Parc, in dem 45 lebensgrosse Reproduktionen prähistorischer Tiere zu sehen sind. Der Name «Trou du Fahy» stammt von den umliegenden Bauern, die den Schacht schon vor 1886 kannten und dort Kadaver von Haustieren entsorgten. Die Besichtigung ist nur mit einem Führer möglich.
Die Temperatur in der Höhle liegt konstant bei etwa 7 Grad Celsius, daher ist warme Kleidung notwendig. Der Rundgang mit Führung dauert etwa eine Stunde und führt über 580 Stufen durch die Gänge.
Die nach oben gerichtete Öffnung war der lokalen Bevölkerung schon vor 1886 als «Trou du Fahy» bekannt; die Bauern der Umgebung warfen dort Kadaver von Haustieren hinein. Ab 1886 wurden die Grotten erforscht, und bereits 1889 machte die Regionalpresse die Existenz der Höhlen publik.
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