Villa Morillon, Herrschaftliches Architekturensemble in Wabern bei Bern, Schweiz
Villa Morillon ist ein Herrenhaus mit Stallungen, Schuppen und Taubenschlag auf einem Landgut bei Bern. Das Anwesen umfasst mehrere Gebäude, die um einen zentralen Bereich angeordnet sind und zusammen eine vollständige Hofanlage bilden.
Das Anwesen wurde 1732 gegründet, als Rudolf Emanuel Frisching das Land kaufte und einen dreiflügeligen Komplex mit Ehrenhof errichtete. 1832 wurde die Villa grundlegend umgestaltet und orientierte sich dabei an italienischen Vorbildern.
Das Anwesen trägt die höchste Schutzstufe für Kulturgüter in der Schweiz und zeigt, wie wohlhabende Familien ihre Villen gestalteten. Die Architektur spiegelt das Selbstverständnis dieser gesellschaftlichen Schicht wider, die sich in repräsentativen Bauten ausdrückte.
Das renovierte Anwesen beherbergt heute Büros und ist Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Anlage lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei die verschiedenen Gebäude und Außenbereiche zu entdecken gibt.
Die Umgestaltung von 1832 adaptierte direkt ein berühmtes italienisches Bauwerk, wobei die Architekten es an die Bedürfnisse und Traditionen der Schweizer Bautechnik anpassten. Diese Vermischung von südeuropäischen Formen mit lokalen Praktiken macht das Anwesen zu einem besonderen Beispiel für kulturelle Einflüsse jener Zeit.
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