Alte Thurbrücke Bischofszell, Mittelalterliche Steinbrücke in Bischofszell, Schweiz
Die Alte Thurbrücke ist eine Steinbogenbrücke, die seit 1487 den Fluss Thur in Bischofszell überquert und mit ihren acht Bögen aus Sandstein und Tuffsteinen ein beeindruckendes Bauwerk darstellt. Die Brücke ist etwa 116 Meter lang und folgt aufgrund der natürlichen Felsenformation im Flussbett einer leicht gebogenen Linie.
Der Bau des Steinernen Übergangs im Jahr 1487 ersetzte eine ältere hölzerne Brücke, die seit mindestens 1325 flussaufwärts existiert hatte. Die Entscheidung zum Neubau aus Stein markierte den Übergang zu einer dauerhafteren Verkehrsverbindung über den Fluss.
Der Beiname «Krumme Brücke» rührt vom geknickten Grundriss her: Die Pfeiler mussten auf dem Nagelfluhfelsen im Flussbett gründen, der nicht in gerader Linie liegt. Eine Sage erzählt, zwei adlige Jünglinge seien in der hochgehenden Thur ertrunken; dies soll 1479 den Vertrag zwischen Bischofszell und Bischof Otto IV. von Konstanz über eine Steinbrücke über Thur und Sitter ausgelöst haben.
Der Zugang ist relativ einfach, da die Brücke direkt im Dorfzentrum liegt und zu Fuß erreichbar ist. Besuchende sollten bedenken, dass umfangreiche Restaurierungsarbeiten zwischen 1999 und 2006 die Struktur stabilisiert haben, wodurch sie heute zuverlässig begehbar ist.
Die Brücke folgt einem leicht geschwungenen Weg, anstatt gerade über den Fluss zu führen, weil ihre Pfeiler auf natürlichen Felsenformationen im Flussbett gegründet sind. Diese Anpassung an die Topografie macht sie zu einem Beispiel mittelalterlicher Baukunst, die sich der Natur anpasste.
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