Villa Alma, Neugotische Villa in Männedorf, Schweiz.
Villa Alma ist eine zweistöckige Residenz in Männedorf mit charakteristischen gotischen Spitzbögen, gerippten Gewölben und Strebepfeilern, die den Stil der Neugotik prägen. Das Haus verbindet gotische Formelemente mit Art-Nouveau-Verzierungen im Inneren und steht inmitten eines Parks mit Badehaus, Bootshaus und weiteren Nebengebäuden.
Das Haus wurde 1906 von Emil Staub in Auftrag gegeben und von den Architekten Richard Kuder und Joseph Müller neben den Fabrikgebäuden seiner Lederwarenfirma errichtet. Die Villa blieb bis 1970 im Besitz der Familie, bevor die Gemeinde Männedorf sie 1971 übernahm und zu einem Pflegeheim umnutzte.
Die Villa war Wohnhaus einer wohlhabenden Unternehmerfamilie und zeigt mit ihren spitzbogigen Fenstern und kunstvollen Details die Bauweise der gehobenen Gesellschaft im frühen 20. Jahrhundert. Heute kann man an der Gestaltung des Hauses noch erkennen, wie man damals Reichtum und Status durch Architektur ausdrückte.
Das Anwesen liegt in Männedorf am Zürichsee und ist als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung geschützt. Der ausgedehnte Park mit seinen verschiedenen Gebäuden bietet einen Überblick über die Struktur eines wohlhabenden Familienanwesens aus der Industriezeit, kann aber nur von außen besichtigt werden.
Die Villa erhielt ihren Namen von Alma Terlinden, der Ehefrau des Eigentümers Emil Staub, die dort bis zu ihrem Tod 1970 lebte. Der Name ist bis heute erhalten geblieben und prägt die Identität des denkmalgeschützten Hauses.
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