Oetenbach nunnery, Dominikanerinnenkloster in Zürich, Schweiz
Das Oetenbach-Kloster war ein Dominikanerinnenkloster, das 1237 am Zürichhorn erstmals erwähnt und 1286 an den Sihlbühl-Hang unterhalb des Lindenhofs verlegt wurde. Seine Gebäude standen dort, wo in den 1960er-Jahren das unterirdische Parkhaus Urania gebaut wurde; erhalten ist nur das später errichtete Waisenhaus, heute Sitz der Stadtpolizei Zürich.
Oetenbach wurde 1237 erstmals am ursprünglichen Standort beim Zürichhorn erwähnt, benannt nach dem dortigen Bach. Weil der sumpfige Boden für ein dauerhaftes Kloster ungeeignet war, zogen die Nonnen 1286 an den Nordhang des Sihlbühl. Das Haus Rapperswil unterstützte die Gründung, und Cecilia von Homberg, Tochter Elisabeths von Rapperswil, wurde Priorin; ihr Bruder Wernher stiftete 1320 die Liebfrauenkapelle. In der Reformation wurde das Kloster aufgehoben, 1525 ging sein Besitz an die Stadt.
Das Kloster war ein Ort, an dem Frauen aus verschiedenen sozialen Schichten zusammenkamen, um nach den Regeln des Dominikanerordens zu leben. Diese Gemeinschaft spielte eine wichtige Rolle im religiösen Leben der mittelalterlichen Stadt.
Der einzige noch erhaltene Gebäudekomplex befindet sich heute an der Bahnhofquai 3, wo er als Polizeipräsidium der Stadt Zurich genutzt wird. Der Ort ist vom öffentlichen Raum aus einsehbar, aber nur an spezifischen Tagen für Besucher zugänglich.
Nach dem Tod der letzten Oetenbach-Nonne 1566 bezog der Zürcher Kornmeister den Ostflügel des Schlafsaals, Kornamtshaus genannt. Dessen zwei holzgeschnitzte Räume, wohl die Wohnung der Priorin, blieben erhalten. Das Oetenbachbollwerk, 1532 unter Balthasar Keller erbaut, wurde 1903 abgebrochen; zu den Funden zählte der Grabstein Ulrichs I. von Regensberg, der als Schartenverdachung gedient hatte.
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