Artilleriewerk Naters, Militärfestung und Museum in Naters, Schweiz
Das Artilleriewerk Naters ist eine unterirdische Militäranlage mit etwa einem Kilometer Tunneln, die Geschützstellungen, Maschinenräume, Küchen, Speisesäle und Schlafquartiere für 200 Soldaten enthält. Die Räume sind in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und zeigen, wie eine solche Festung aufgebaut war.
Die Anlage wurde zwischen 1939 und 1943 gebaut und sollte den Verkehrsknotenpunkt Brig und die Straße über den Simplonpass während des Zweiten Weltkriegs schützen. Sie war mit vier 7,5-Zentimeter-Kanonen ausgestattet und spielte eine Rolle in der Verteidigungsstrategie der Schweiz.
Der Ort erzählt von der Rolle der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs und wie die Bevölkerung in dieser Zeit lebte. In den Ausstellungen sieht man Gegenstände aus dem Alltag der Soldaten und erfährt, welche Bedeutung diese Anlage für die Region hatte.
Besucher können die ursprünglichen Installationen auf Führungen erkunden, einschließlich ehemaliger Munitionslager, die heute Ausstellungen beherbergen. Der Untergrund kann kühl sein, daher ist angemessene Kleidung ratsam und die Wege erfordern gute Trittsicherheit.
Das Gelände enthielt einen der fünf Tresore der Schweizer Nationalbank für Gold und Wertsachen, mit einem besicherten Raum von etwa fünf mal sechs Metern. Dieser Schatz war ein streng gehütetes Geheimnis der Verteidigungsstrategie und spielte eine wichtige Rolle für die finanzielle Sicherheit des Landes.
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