Museum Lindwurm, Lokalmuseum in Stein am Rhein, Schweiz
Das Museum Lindwurm füllt das Haus «Lindwurm», dessen Deckenbalken 1278/1279 gefällt wurden und dessen klassizistische Fassade von 1819/1820 stammt. Auf 1500 m² zeigt es bürgerliches Wohnen im Vorderhaus und landwirtschaftliches Arbeiten im Hinterhaus, inszeniert um 1850. Zu sehen sind Waschküche, Salon, Kinderzimmer, Stall und Tenne.
Das Museum befindet sich im Haus «Lindwurm», dessen Kellerdecken nach dendrochronologischen Untersuchungen von 1279 stammen. Die klassizistische Fassade des Vorderhauses entstand 1819/1820, das Hinterhaus mit Stall und Remise 1712. 1947/1948 baute der Architekt Wolfgang Müller das Haus um; Anfang der 1990er Jahre wurde es zum Museum umgestaltet und 1993 eröffnet.
Der in Stein am Rhein geborene Maler Hermann Knecht hat im zweiten Obergeschoss einen eigenen Raum mit 35 seiner Werke. Erhalten sind auch die Räume der Familie Gnehm: Robert Gnehm erwarb den «Lindwurm» um 1900, seine Tochter Marie, eine ausgebildete Ärztin, vermachte das Haus ihren Cousins Jakob und Emma Windler.
Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss mit Eingangshalle, Kontor aus dem 16. Jahrhundert, Keller und Waschküche. Das erste und zweite Obergeschoss sind über Treppen verbunden, der Weg führt weiter ins Hinterhaus und in den Hof. Die Laube im ersten Obergeschoss des Hinterhauses verbindet beide Häuser.
Das Kellertor trägt die Jahreszahl 1571, doch die Eichenbalken darüber wurden 1278/1279 gefällt, wie dendrochronologische Untersuchungen zeigten. Dieselbe Datierung findet sich an der Balkendecke der Waschküche. Der Hausname Lindwurm ist eine altertümliche Bezeichnung für Drachen, entstanden vor der Einführung von Hausnummern.
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