Überbauung Grünau, Wohnkomplex in Altstetten, Schweiz
Die Überbauung Grünau ist eine Wohnanlage in Altstetten mit zwei langgestreckten Gebäuden und einem Hochhaus, die sich zwischen dem Limmatufer und der Bernerstrasse erstrecken. Das Areal bietet Platz für zahlreiche Wohneinheiten, eine Schule, ein Gemeinschaftszentrum und Einrichtungen für ältere Menschen.
Die Grünau wurde Anfang der 1970er-Jahre als neues Quartier am Stadtrand von Zürich geplant, das die Funktion eines Zentrums übernehmen, den Bevölkerungsrückgang der Stadt abschwächen und rasch Wohnraum bereitstellen sollte. Die Stadt gab das Land im Baurecht ab, und die Siedlung sollte Bewohner verschiedener Schichten durchmischen. Bald wurde sie wegen ihrer Grösse und fehlender Infrastruktur kritisiert und als Ghetto mit Vandalenakten und Kleinkriminalität wahrgenommen.
Der Name Grünau verweist auf die grüne Wiese, auf der die Siedlung entstand; die Stadt gab das Land im Baurecht ab, statt es zu verkaufen. Zwei Kirchen, eine reformierte und eine katholische, waren vorgesehen, wurden aber nie gebaut. Die beiden rund 250 Meter langen Zeilen fassen 605 Wohnungen, das Hochhaus 100, zusammen 705 Wohnungen für eine durchmischte Bewohnerschaft.
Das Areal ist über mehrere Zufahrten an den Strassen Tüffenwies, Grünauring, Brändlistrasse und Meierwiesenstrasse erreichbar, was eine gute Erschliessung für Besucher und Bewohner ermöglicht. Die zentrale Lage in Altstetten macht das Gelände leicht zugänglich.
Bei seiner Fertigstellung war dieses Projekt das grösste Wohnbauprogramm Zürichs und setzte neue Massstäbe für die Stadt. Die Tatsache, dass es Wohnraum für unterschiedliche soziale Schichten unter einem Dach vereinte, war zur damaligen Zeit bemerkenswert.
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