Auried, Amphibien-Naturschutzgebiet in Kleinbösingen, Schweiz
Das Auried ist ein 15 ha grosses Schutzgebiet in Kleinbösingen, nordöstlich des Dorfes am linken Ufer der kanalisierten Saane. Rund 9 ha sind Wiesen und Riedwiesen, 2,2 ha Hecken und Büsche, 2,7 ha ein künstliches System aus Tümpeln und Gräben. Acht Amphibienarten laichen hier, darunter Kammmolch und Europäischer Laubfrosch.
Bis in die 1940er Jahre mäanderte die Saane frei durch eine 200 bis 500 m breite Aue und schuf Kleingewässer und Kiesbänke; Kanalisierung und der Schiffenenstaudamm von 1964 beendeten das. Der ab 1963 betriebene Kiesabbau hinterliess Tümpel und Kieshaufen, die Amphibien wieder besiedelten. Nach rund zehn Jahren Kampagne genehmigte die Gemeindeversammlung Bösingen am 19. April 1980 den Verkauf des Aurieds für 415'000 Franken an den heutigen Pro Natura; seit 1981 geschützt, wurde es 2001 als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung ausgewiesen.
Die Pro Natura Organisation kümmert sich um diesen geschützten Bereich und nutzt dabei traditionelle Bewirtschaftungsmethoden wie Weidewirtschaft mit Hochlandrindern, um das Ökosystem im Gleichgewicht zu halten. Diese praktische Herangehensweise verbindet Naturschutz mit landwirtschaftlicher Nutzung und zeigt, wie Menschen und Natur zusammenwirken können.
Besucher können das Gebiet zu Fuß erkunden, wobei Wege durch die Wiesen und um die Wassersysteme führen. Es ist am besten, den Ort in wärmeren Monaten zu besuchen, wenn die Amphibien aktiver sind und die Wege zugänglicher sind.
Der Name verweist auf die Auen der Saane und das dort wachsende Ried. Ab 1963 wurde im Auried Kies abgebaut; die entstandenen Gruben und Sandbänke lockten Amphibien und Pionierpflanzen in eine Landschaft zurück, die der kanalisierte Fluss aufgegeben hatte.
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