Domaine de la Malvande, Historisches Schloss in Pregny-Chambésy, Schweiz.
Das Domaine de la Malvande, auch château Malvand oder Residenz «La Tour» genannt, ist ein Schloss in Chambésy in der Gemeinde Pregny-Chambésy, Kanton Genf. Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiges Haus über Kellern mit einem vierseitigen Dach, flankiert von zwei niedrigen Flügeln, die um ein Geschoss mit Mansarddächern erhöht wurden. Das Anwesen umfasst 45.629 m², mit einer rund 300 Meter langen Nord-Süd-Allee vom Nant du Vengeron zum Ehrenhof zwischen Herrenhaus und Nebengebäuden.
Die älteste Urkunde über das Anwesen stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Brüder Malvenda, eine Adelsfamilie aus Valencia, die Weinberge am Hang von Chambésy und die Wälder der Foretaille besassen. 1618 wurde das Gut unter den drei Töchtern Melchiors aufgeteilt, und Andréa de Choudens-Malvenda erhielt die Residenz «La Tour Malvand». Abraham Sauter kaufte sie 1713 und baute ein zweigeschossiges Haus an den Turm; Jacob Huber, der 1724 Land dafür eintauschte, liess den Turm abbrechen, fügte zwei niedrige Flügel an und gab dem Bau den Namen château Malvand. 1731 erwarb Huber das benachbarte Gut Vengeron, 1751 verkauften seine Erben beide an Isaac Vernet. Catherine Fabri-Vernet stockte die Flügel um ein Geschoss mit Mansarddächern auf, und 1857 brachte die Eisenbahn Genf–Versoix die erste Aufteilung des Landes.
Der Name Malvand stammt von der Familie de Malvenda aus Valencia, die das Gut seit dem 15. Jahrhundert besaß; das Gebäude hieß lange «La Tour» nach seinem Turm. 1618 wurde das Gut unter den drei Töchtern Melchiors aufgeteilt, und Andréa de Choudens-Malvenda brachte «La Tour Malvand» als Mitgift in die Ehe mit Jean-François de Malherbe ein. Der Name «château Malvand» entstand, nachdem Jacob Huber den Turm abtragen ließ und im 18. Jahrhundert zwei niedrige Flügel anfügte.
1955 wurde das Gut in 55 Parzellen von 1.500 bis 3.500 m² aufgeteilt, auf denen zwischen 1957 und 1962 Villen entstanden. Übrig blieben rund 5 Hektar: das Schloss, seine zwei großen Nebengebäude und 3 Hektar Park. Das Haus ist nicht für Besucher geöffnet; das Gelände ist Privateigentum.
Der Name des Guts lebt im Weiler La Capite im Teilgebiet Vengeron von Chambésy weiter. Eine rund 300 Meter lange, nord-südlich ausgerichtete Allee verband den Nant du Vengeron mit dem Ehrenhof zwischen Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden; die Zugänge bildeten schmiedeeiserne Tore zwischen Kalksteinpfeilern, die Kapitelle und Kugeln krönten.
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