Harbin, Hauptstadt in der Provinz Heilongjiang, China
Harbin ist eine große Stadt am südlichen Ufer des Songhua-Flusses im Nordosten Chinas, die sich über mehrere Bezirke erstreckt und heute etwa neun Millionen Einwohner zählt. Die Straßen sind breit und rechtwinklig angelegt, mit mehrstöckigen Wohnblöcken und historischen Gebäuden mit farbigen Fassaden, die sich entlang der Hauptstraßen befinden.
Der Bau der Chinesischen Ostbahn im Jahr 1898 verwandelte ein kleines Fischerdorf am Songhua-Fluss in eine wichtige Knotenpunktstadt für den Handel zwischen Russland und China. In den folgenden Jahrzehnten zogen Tausende russischer Siedler hierher, die Kirchen, Geschäfte und Wohnhäuser im europäischen Stil errichteten, die heute noch in der Innenstadt zu sehen sind.
Die Stadt richtet jedes Jahr im Winter ein internationales Festival für Eis- und Schneeskulpturen aus, bei dem sich Hunderte von Bildhauern versammeln, um riesige Kunstwerke zu schaffen. Besucher ziehen warme Stiefel und Pelzmützen an, um durch das Festival zu wandern und dabei lokalen Glühwein zu trinken, der an kleinen Ständen angeboten wird.
Die Wintertemperaturen sinken regelmäßig unter minus dreißig Grad Celsius, sodass Besucher mehrere Kleidungsschichten, isolierte Stiefel und Gesichtsschutz benötigen, um draußen unterwegs zu sein. Die meisten Hotels, Geschäfte und U-Bahn-Stationen sind beheizt und bieten wärmende Zwischenstopps, wenn man durch die Stadt läuft oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt.
In den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts lebten hier über einhunderttausend Russen, was die Stadt zur größten russischen Gemeinde außerhalb des damaligen Sowjetimperiums machte. Dieser Einfluss ist heute noch spürbar an den Kirchenkuppeln, Bäckereien, die russisches Brot verkaufen, und den kyrillischen Inschriften an alten Geschäftsfronten in der Innenstadt.
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