Shanghaier Ghetto, Jüdisches Flüchtlingsgebiet im Hongkou Bezirk, Shanghai, China
Das Shanghai Ghetto war ein jüdisches Flüchtlingsviertel in Hongkou, das eng bebaute Wohnungen, gemeinsame Einrichtungen und die Ohel-Moshe-Synagoge enthielt. Der Bezirk erstreckte sich über ein Quadratkilometer und beherbergte etwa 23.000 Menschen, die vor der Nazi-Verfolgung flohen.
Das Ghetto wurde 1941 gegründet, als japanische Besatzer eine Zone für europäische jüdische Flüchtlinge festlegten, die während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht suchten. Die Besatzung endete 1945, was dieser Zuflucht und dem Zusammenleben der Gemeinde ein Ende setzte.
Die jüdischen Bewohner organisierten ihr eigenes Leben mit Schulen, Zeitungen und Theatern, die trotz beengter Verhältnisse den Gemeinsinn stärkten. Sie hielten ihre religiösen Traditionen lebendig und schufen kulturelle Räume, die an ihre Heimat erinnerten.
Besucher sollten wissen, dass das Gebiet damals streng kontrolliert war und Bewohner spezielle Genehmigungen der japanischen Behörden brauchten, um die Zone zu betreten oder zu verlassen. Heute können Interessierte die Ohel-Moshe-Synagoge und das Ghetto-Museum besuchen, um mehr über diese Geschichte zu erfahren.
Dies war während des Zweiten Weltkriegs der einzige Ort auf der Welt, an dem europäische Juden ohne Visum oder Einwanderungspapiere einreisen konnten, was ihn zu einer einzigartigen Zuflucht machte. Diese Offenheit entstand, weil Shanghai unter japanischer Besatzung stand, die zunächst keine solchen Beschränkungen durchsetzte.
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