Taku-Forts, Militärfestung im Bezirk Tanggu, China
Die Taku-Forts sind die beiden erhaltenen Forts der Verteidigungsanlagen an der Mündung des Haihe: das ehemalige Fort „Wei“ am Südufer und das ehemalige Fort „Hai“ am Nordufer. Das 1988 reparierte Süduferfort zeigt eine niedrige Mauer aus großen hellen Steinblöcken, darüber einen Erdwall, an dessen Kante dünne Stangen und kleine Ziegelblöcke stehen. In rekonstruierten Schießscharten wurden Kanonen aufgestellt, und eine Ausstellung auf Chinesisch schildert die Opiumkriege.
Das erste Fort entstand zwischen 1522 und 1527 unter dem Ming-Kaiser Jiajing nach Plänen des Qi Jiguang zum Schutz Tianjins vor wokou-Seeräubern. 1816 errichteten die Qing zwei Forts an beiden Ufern der Haihe-Mündung; bis 1841 umfasste die Anlage fünf große Forts, 13 Erdbatterien und 13 Erdwerke. 1851 ließ Sengge Rinchen sechs große Forts neu bauen, jedes mit drei großen und 20 kleinen Geschützen.
Die Forts trugen glückverheißende Namen: Wei (Macht) und Zhen (Donner) am Südufer, Hai (Meer), Men (Tor) und Gao (Hoch) am Nordufer. Heute ist die Stätte ein Museum und Erholungspark, eines der „Zehn Wahrzeichen von Tianjin“, mit einer Ausstellung über die Opiumkriege und die Rolle der Forts.
Das Gelände ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum Tianjins erreichbar und hat einen Haupteingang zum Komplex. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und Treppen zu verschiedenen Ebenen der Befestigungen führen.
Die beiden erhaltenen Forts sind das ehemalige „Wei“ (Macht) am Südufer und das ehemalige „Hai“ (Meer) am Nordufer; die übrigen vier wurden nach 1900 gemäß dem Boxer-Protokoll abgetragen. Durch Landgewinnung liegt das Süduferfort heute weit von der Küste entfernt.
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