Kriegsverbrechergefängnis Fushun, Kriegsverbrechermuseum im Stadtbezirk Xinfu, Fushun, China
Das Kriegsverbrechergefängnis Fushun nimmt ein Gebäude aus dunkelgrauem Backstein im Stadtbezirk Xinfu von Fushun ein. Sein vorspringender Eingangsportikus ruht auf zwei Pfeilern aus rotem Backstein, die je eine senkrechte weiße Tafel mit schwarzen chinesischen Schriftzeichen tragen: links „抚顺战犯监狱“, rechts „抚顺战犯管理所“. Über dem Portikus verläuft ein Band senkrechter grauer Rippen; links erhebt sich ein höherer Turmteil mit einem schmalen, blau gerahmten Fenster und einer Fahnenstange auf dem Dach.
Die japanischen Besatzungstruppen errichteten 1936 das Gefängnis Fushun; später diente es als Gefängnis Nr. 3 von Liaodong. Im Juli 1950 kamen 969 japanische Häftlinge und 71 Beamte Manchukuoos mit dem Zug aus Chabarowsk an, dazu Gefangene aus Taiyuan, sodass die japanische Gesamtzahl 982 erreichte. Zwischen 1959 und 1975 wurden die Manchukuo- und Kuomintang-Häftlinge in Etappen durch Sonderamnestien entlassen.
Der Name des Zentrums stammt von seiner Umwandlung 1950 in eine Verwaltungsstelle für Kriegsverbrecher. Sein bekanntester Insasse war Puyi, der letzte Qing-Kaiser und frühere Marionettenherrscher von Manchukuo, der bis zu seiner Begnadigung 1959 hier festgehalten wurde. Das Museum zeigt auch das Programm der Gedankenreform, in dem japanische Häftlinge Texte wie Lenins Imperialismus studierten und ihre Kriegstaten gestanden.
Das Zentrum liegt am nördlichen Rand von Fushun im Stadtbezirk Xinfu; der erste Zug mit Gefangenen erreichte den Bahnhof Fushun am 21. Juli 1950 um 15 Uhr und wurde dann mit Bussen die kurze Strecke zum Gefängnis gebracht. Der ältere Teil dient heute als Museum, während ein Teil des Gefängnisgeländes weiterhin genutzt wird; erkundigen Sie sich vor dem Besuch, welche Gebäude zugänglich sind.
Der 1987 erschienene Film Der letzte Kaiser von Bernardo Bertolucci, der neun Oscars gewann, wurde teilweise hier gedreht, wobei der Ort für Puyis Haftjahre stand. Puyi war nach seiner Rückkehr aus der Sowjetunion in Fushun inhaftiert, und das Zentrum wurde 1986 in ein Museum umgewandelt.
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