Masanjia, Zwangsarbeitslager im Bezirk Yuhong nahe Shenyang, China
Das Masanjia-Arbeitslager ist eine Hafteinrichtung im Bezirk Yuhong bei Shenyang, die von hohen Betonmauern, Wachtürmen und Stacheldraht umgeben ist. Die Anlage besteht aus mehreren Bereichen mit Verwaltungsgebäuden, Unterkunftsstrukturen und überwachten Arbeitsbereichen.
Das Lager wurde 1956 von der chinesischen Regierung als Teil eines landesweiten Systems zur Umdefinition von Gesellschaftsmitgliedern ohne formelle Gerichtsverfahren gegründet. Es war Jahrzehnte lang ein Zentrum der Isolation und Kontrolle von Personen, die vom Staat als problematisch erachtet wurden.
Die Einrichtung inhaftierte zahlreiche Gruppen, darunter Falun-Gong-Praktizierende, untergrund Christen und von Behörden als Dissidenten eingestufte Personen.
Der Ort ist öffentlich schwer zugänglich und Besuche sind eingeschränkt oder nicht möglich. Informationen über die Einrichtung kommen hauptsächlich aus Zeugenbefragungen und Aufdeckungen durch Journalisten und Aktivistengruppen.
Im Jahr 2012 entdeckte eine amerikanische Verbraucherin einen versteckten Brief in importierten Halloweendekoration, der die Bedingungen der erzwungenen Arbeit offenbarte. Der Fund führte zur internationalen Aufmerksamkeit und machte Praktiken in der Einrichtung der Öffentlichkeit bekannt.
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