Baiheliang, Geschütztes Kulturerbe in Fuling, China
Baiheliang, auch Weiße-Kranich-Rücken genannt, ist ein versunkenes Felsenriff im Yangtze mit über 160 Steineinmeißelungen an seiner Oberfläche. Heute liegt dieser Ort etwa 30 Meter unter Wasser, ist aber durch einen Unterwassertunnel zugänglich, der zu einem Museum mit den Originalaufzeichnungen und Repliken führt.
Die Einmeißelungen begannen während der Tang-Dynastie um das Jahr 763 und setzten sich über zwölf Jahrhunderte fort. Erst als der Fluss anstieg und das Riff überflutete, endete diese kontinuierliche Dokumentation einer der längsten Wasserkontrollgeschichten der Welt.
Die Inschriften zeigen chinesische und mongolische Texte, die das alte Wissen über Wasserstände und Schifffahrt bewahren. Besucher können heute in einem Museum diese Aufzeichnungen studieren und verstehen, wie Menschen früher die Flussveränderungen beobachteten.
Der Ort ist durch einen gut gesicherten Unterwassertunnel zugänglich, der zum Museum führt, daher sollte man keine Angst vor Wasser oder engen Räumen haben. Die Besichtigung ist ganzjährig möglich, erfordert aber warme Kleidung, da der Tunnel kühl bleibt und der Wasserfluss manchmal die Zugänglichkeit beeinflusst.
Die Steininschriften bilden die längste ununterbrochene Wasserstands-Aufzeichnung der Welt und spannen ein Jahrtausend an wissenschaftlichen Daten. Besucher stehen vor einer Art verstecktem Archiv der Natur, das zeigt, wie Menschen Flüsse über extreme Zeiträume hinweg überwacht haben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.