Banpo-Siedlung, Archäologische Stätte im Bezirk Baqiao, China
Banpo ist eine prähistorische Siedlung aus der Jungsteinzeit mit Häusern aus Leichtbau-Konstruktion: große runde Hütten aus Holz und Lehm mit schräg angebrachten Strohdächern. Die Häuser sind im Original konserviert und in einem Museum ausgestellt, das einen Überblick über die Ausgrabungen auf dem 6 Hektar großen Areal gibt.
Die Siedlung stammt aus der Zeit von 5000 bis 3000 v. Chr. und wurde 1953 bei Bauarbeiten entdeckt. Sie war ein wichtiges Zentrum der sogenannten Yangshao-Kultur, einer der frühesten Hochkulturen im Gelben Flussgebiet.
Die gefundenen Gegenstände zeigen die alltäglichen Gewohnheiten der Bewohner: Frauen fertigten bemalte Gefäße, Männer verwendeten Steinwerkzeuge und beide schmückten sich mit Jade. Diese Objekte erzählen davon, wie Arbeit verteilt war und welche Dinge den Menschen damals wichtig waren.
Man kann im angegliederten Museum durch die ausgegrabenen Häuser und die zugehörige Ausstellung gehen und dabei erfahren, wie die Menschen damals lebten. Es ist am besten, den Ort besuchen, wenn man Zeit für ein ruhiges, gründliches Durchschauen hat, da vieles auf den Details liegt.
Die Siedlung war mit einem Schutzgraben umgeben, während Töpferwerkstätten und Friedhöfe bewusst außerhalb angelegt wurden. Diese Anordnung zeigt eine frühe Form der Stadtplanung und wie sorgfältig die Bewohner ihren Raum organisierten.
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