Xiaochangliang, Paläolithische Fundstätte im Nihewan-Becken, China
Xiaochangliang ist eine altsteinzeitliche Fundstätte im Nihewan-Becken im nördlichen Hebei, China, wo Ausgrabungen zahlreiche Schichten mit Tierknochen und Steinwerkzeugen freigelegt haben. Die Stätte liegt in einer offenen Landschaft und zeigt durch ihre stratigrafischen Schichten, wie Menschen in weit zurückliegenden Zeiten in dieser Region lebten.
Der Schotte James Bowman Davidson entdeckte die Fundstätte 1923, was weitere Expeditionen anderer Forscher in das Nihewan-Becken anzog. Spätere Grabungen im 20. Jahrhundert ermöglichten es Wissenschaftlern, das Alter der Schichten und ihrer Funde viel genauer zu bestimmen.
Die Steinartefakte, die man vor Ort gefunden hat, zeigen, wie frühe Menschen Werkzeuge aus lokalem Material herstellten, indem sie Steine gezielt abschlugen und formten. Diese Technik lässt sich direkt aus den geborgenen Stücken ablesen, die heute in Fachmuseen aufbewahrt werden.
Da es sich um eine aktive Ausgrabungsstätte in einem ländlichen Gebiet handelt, empfiehlt es sich, den Besuch im Voraus mit den zuständigen Stellen abzustimmen. Die Gegend ist in den trockeneren Monaten am leichtesten zugänglich, da die Wege bei Regen unpassierbar werden können.
Die Schichten, in denen die Werkzeuge lagen, zeigen eine umgekehrte Magnetisierung, was bedeutet, dass das Erdmagnetfeld zur Zeit der Ablagerung entgegengesetzt ausgerichtet war als heute. Dieser Befund half Wissenschaftlern, das Alter der Funde auf etwa 1,36 Millionen Jahre zu bestimmen, ohne auf herkömmliche Radiokarbonmethoden angewiesen zu sein.
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