Karashahr, Historische Siedlung in Xinjiang, China
Karasahr ist eine Oasensiedlung in der Yanqi Hui Autonomen Grafschaft, die zwischen dem Kaidu-Fluss und dem Bosten-See liegt. Das Gebiet lebt von Bewässerungssystemen, die Ackerflächen in der trockenen subtropischen Klimazone möglich machen.
Der Ort entstand als bedeutender Handelsposten an der nördlichen Route der Seidenstraße und verband chinesische Kaufleute mit Zentralasien. Diese Handelsfunktion prägte die Entwicklung und den Wohlstand der Siedlung über Jahrhunderte.
Die Bevölkerung umfasst Han, Hui-Muslime, Uiguren und Mongolen, die mit ihren unterschiedlichen Sprachen, Traditionen und Religionspraktiken das Leben vor Ort prägen. Man sieht diese Vielfalt in den Häusern, den Märkten und den täglichen Begegnungen zwischen den Gemeinschaften.
Karasahr ist über die Chinesische Nationalstraße 314 oder die südliche Xinjiang-Eisenbahn erreichbar, die regelmäßige Verbindungen zu großen Städten der Region bietet. Die beste Reisezeit ist Frühling oder Herbst, wenn das Wetter angenehmer ist.
Archäologische Ausgrabungen in der Nähe haben Manuskripte in der Tokharisch-A-Sprache gefunden, die Hinweise auf frühe indoeuropäische Siedlungen geben. Diese seltene Sprache war lange Zeit vergessen, bevor diese Funde ihr Geheimnis offenbarten.
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