Lijiang, Weltkulturerbe in Yunnan, China.
Lijiang ist eine Präfekturstadt in der südwestlichen Provinz Yunnan, die sich über mehrere Bezirke erstreckt und von schneebedeckten Bergketten umgeben ist. Die alte Stadtmitte umfasst etwa 350 Straßen und Gassen, die durch offene Wasserläufe verbunden sind und traditionelle Holzhäuser mit geschwungenen Dächern säumen.
Die Siedlung entwickelte sich ab dem 13. Jahrhundert zu einem wichtigen Handelspunkt, als Karawanen zwischen Tibet und den östlichen Provinzen Tee, Pferde und Salz austauschten. Ein Erdbeben im Jahr 1996 beschädigte viele Gebäude, führte aber zu internationalen Restaurierungsarbeiten, die dem Ort später den Status als Welterbe einbrachten.
Die Naxi-Bewohner pflegen ihre Dongba-Schrift, eine der letzten piktografischen Schreibweisen der Welt, die noch heute auf Papier und Holztafeln zu sehen ist. In den Teehäusern und auf kleinen Plätzen tragen ältere Musiker traditionelle Melodien vor, die über Jahrhunderte mündlich weitergegeben wurden.
Besucher sollten sich auf kühlere Temperaturen und dünnere Luft vorbereiten, da die Altstadt auf etwa 2400 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Die Wege sind meist gepflastert und führen über kleine Brücken, daher sind bequeme Schuhe ratsam, um die vielen Treppen und unebenen Oberflächen zu bewältigen.
Anders als andere chinesische Städte aus derselben Epoche verzichtete dieser Ort auf Schutzmauern und verließ sich auf die natürliche Verteidigung durch die umliegenden Berge. Das Wassersystem besteht aus über 300 Brücken, die alle auf unterschiedliche Weise Holz, Stein oder kombinierte Materialien verwenden.
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