Shizhongshan-Grotten, Alte buddhistische Grotten im Kreis Jianchuan, China.
Die Shizhongshan-Grotten umfassen 17 Höhlen mit 233 Skulpturen am Berg Shizhong in Shaxi, Kreis Jianchuan, Yunnan. Sie verteilen sich auf Shizhongsi, Shiziguan und Shadengqing und zeigen Buddhas, Bodhisattvas, Könige und Beamte im Tang-Song-Stil mit Bai-Merkmalen.
Die Bearbeitung begann spätestens 850, im elften Jahr der Nanzhao-Ära Tianqi, wie die älteste Inschrift in Höhle 12 von Shadengqing belegt. Sie wurde unter dem Königreich Dali bis 1179, dem vierten Jahr der Ära Shengde, fortgeführt, als die Höhlen 8 und 10 vollendet wurden. Xu Xiake beschrieb die Stätte in der Ming-Zeit; nach Li Lincans Untersuchung von 1939 fand sie Eingang in die Wissenschaft.
Die Skulpturen umfassen eine seltene Darstellung des Nanzhao-Königs Yimouxun mit seinen Ministern sowie eine als „Perser“ bezeichnete Figur, deren Identität umstritten ist. Die Stätte bewahrt zudem vier Wandmalereien aus der späten Nanzhao-Zeit an offenen Felswänden, die einzigen erhaltenen Malereien dieser Epoche in der Region.
Die Stätten befinden sich etwa 25 Kilometer südwestlich von Jianchuan County und etwa 110 Kilometer nordwestlich von Dali und sind relativ leicht erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wanderwege zu den verschiedenen Grottenstätten uneben und teilweise steil sind.
Der Berg heißt Shizhongshan, „Berg der steinernen Glocke“, nach einem großen Felsen in Form einer riesigen Glocke, nicht nach einer „Steinschatz“-Formation. Die älteste datierte Inschrift, in Höhle 12 in Shadengqing, nennt das 11. Jahr der Nanzhao-Ära Tianqi, also 850, und die Stifter eines Maitreya- und eines Amitabha-Buddha.
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