Kathedrale zum Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens zu Jiangbei, Neugotische Kathedrale in Ningbo, China.
Die Herz-Jesu-Kathedrale ist eine neugotische Kirche mit einem einzigen Turm, erbaut 1872 in der Zhongma Road 2 in Jiangbei. Ihr 43,94 m langer kreuzförmiger Grundriss umfasst einen 30 m hohen Glockenturm, einen 795 m² großen Innenraum mit 24 Säulen und ein Dach aus örtlichen Röhrenziegeln auf Holzbalken. Die Westfassade verbindet blauen und roten Backstein mit drei Portalen aus Meiyuan-Stein.
Errichtet ab 1871 und 1872 als Kirche der Sieben Schmerzen Mariens vollendet, wurde sie 1876 zur Kathedrale erhoben. Französische Geistliche leiteten sie bis 1953, dann übernahmen chinesische Priester. 1963 endete der Gottesdienst, weil das Militär das Gebäude nutzte; am 24. Dezember 1980 wurde es als Herz-Jesu-Kirche wiedereröffnet. Ein Brand am 28. Juli 2014 ließ das Dach einstürzen und zerstörte den Glockenturm; 2016 war die Restaurierung abgeschlossen.
Bis 1980 hieß die Kirche Unsere Liebe Frau von den Sieben Schmerzen, dann erhielt sie den Namen Herz Jesu. Jeden Sonntag finden zwei Messen statt, morgens und abends; die Pfarrei organisiert zudem Hilfsangebote für ältere Menschen. Häufig dient die Kirche als Kulisse für Hochzeitsfotos; nach dem Brand von 2014 titelte die lokale Presse „Die halbe Stadt hat ihre Liebe verloren“.
Das Gebäude ist normalerweise an Wochentagen tagsüber für Besucher geöffnet, wobei die Öffnungszeiten an Feiertagen und während religiöser Feierlichkeiten abweichen können. Respektvolles Verhalten ist wichtig, da es sich um einen aktiven Ort des Gebets handelt.
Der Brand von 2014 zerstörte Dach und Glockenturm auf rund 500 m²; bei der Restaurierung 2015–2016 wurden später verlegte graue Ziegel durch die ursprünglichen grünen Hohlziegel ersetzt und möglichst viele Teile der beschädigten Turmuhr wiederverwendet. Das Grab des 1883 verstorbenen Bischofs Paul-Marie Reynaud liegt auf dem Kirchengelände.
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