Qing'an Guildhall, Geschützter historischer Ort im Bezirk Yinzhou, China
Die Qing'an Zunfthalle beherbergt heute das Ost-Zhejiang-Museum für Maritimes Erbe und Volkskunst und zeigt traditionelle chinesische Architektur mit aufwendigen Holzschnitzereien in allen Gebäudeteilen. Der Komplex umfasst mehrere Hallen und Innenhöfe, deren Strukturen die typischen Merkmale eines wohlhabenden Kaufmannsgebäudes aus dieser Zeit widerspiegeln.
Die Halle wurde 1191 als Tempel für die Meeresgöttin Mazu errichtet und diente jahrhundertelang religiösen und handellichen Zwecken. Fujianische Kaufleute bauten sie Mitte des 19. Jahrhunderts grundlegend um und modernisierten sie erneut zwischen 1997 und 2001 mit umfassenden Restaurierungen.
Die Große Halle zeigt eine Opernbühne, die von Steinschnitzereien mit chinesischen Volksmotiven umgeben ist, während die Architektur Drachen und Phönixe darstellt. Besucher können hier die Verbindung zwischen Handelstätigkeit und künstlerischem Ausdruck erkennen, die das Leben dieser Kaufmannsgemeinschaft prägte.
Der Komplex liegt in der Nähe des früheren Hafengebiets außerhalb der alten Stadtmauern und ist zu Fuß leicht zu erreichen, mit ausreichend Platz zum Erkunden der verschiedenen Räume und Hallen. Die meisten Bereiche sind gut zugänglich, obwohl einige Treppenstufen und schmale Durchgänge vorhanden sind, die für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen eine Herausforderung darstellen können.
Das Museum zeigt Artefakte aus östlichen Zhejiang-Gewässern, darunter das Steuerrad des 1948 versunkenen Schiffes SS Jiangya, das die Verbindung des Ortes zur Schifffahrtsgeschichte der Region bezeugt. Dieses Stück erinnert Besucher daran, wie eng dieser Ort mit den maritimen Dramen und dem Handel verbunden ist, die die Küstengemeinde prägten.
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