Fossilienfundstätte von Chengjiang, UNESCO-Welterbe Fossilienfundstätte in Chengjiang, China.
Die Chengjiang-Fossilstätte ist ein Gesteinsaufschluss in der Nähe von Maotianshan in der Stadt Chengjiang in der Provinz Yunnan, China, der als UNESCO-Welterbe und nationaler Geopark anerkannt ist. Die Sedimentschichten enthalten Überreste von Meerestieren aus einer Zeit vor etwa 518 Millionen Jahren, darunter Hunderte von Arten.
Die Stätte wurde 1984 von einem chinesischen Geologen entdeckt und zeigte erstmals eine breite Vielfalt tierischen Lebens aus der frühesten Phase der Tierentwicklung, der sogenannten kambrischen Explosion. Die Entdeckung veränderte die Vorstellung der Wissenschaft davon, wie schnell komplexe Lebensformen entstanden.
Der Chengjiang-Fossilienstandort liegt auf dem Maotianshan-Hügel, dessen Name auf Chinesisch „Katzenhimmel-Berg
Der Standort liegt außerhalb von Chengjiang City, und eine geführte Tour von Kunming aus ist eine bequeme Möglichkeit, dorthin zu gelangen. Vor Ort helfen Informationstafeln und ein Museum dabei, die alten Schichten zu verstehen und sich auf dem Gelände zu orientieren.
Viele der hier gefundenen Fossilien enthalten noch weiche Körperteile und sogar innere Organe, was in Gesteinen dieses Alters äußerst selten vorkommt. Dieser Erhaltungsgrad erlaubt es Forschern, die genaue Körperstruktur von Tieren zu studieren, die vor über einer halben Milliarde Jahren lebten.
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