Indira Col, Gebirgspass an der Grenze zwischen Indien und China.
Indira Col besteht aus zwei unterschiedlichen Pässen im Karakorum-Gebirge auf 5764 und 5988 Metern Höhe. Diese beiden Übergänge bilden eine natürliche Grenzlinie zwischen zwei Großgletscher-Systemen in einer der höchsten Bergregionen der Welt.
Der östliche Pass erhielt 1912 seinen Namen vom Forscher Bullock Workman, der ihn nach einer hindu-Göttin benannte. Der britische Offizier Younghusband erreichte die Gegend bereits 1889.
Die Region um Indira Col unterhält militärische Präsenz indischer und chinesischer Streitkräfte aufgrund territorialer Überlegungen in großer Höhe.
Der Zugang zu Indira Col erfordert Sondergenehmigungen durch Militärkanäle, da sich der Ort in einem grenznahen Hochgebirgsgebiet befindet. Besucher müssen damit rechnen, dass die Straßen zu diesem Ort extrem schwierig und nur unter besonderen Bedingungen befahrbar sind.
Die beiden Pässe bilden einen Trennungspunkt zwischen zwei Gletschersystemen: Der Siachen-Gletscher fließt südwärts nach Indien, während der Urdok-Gletscher nordwärts in chinesisches Gebiet fließt. Diese Wasserscheide auf über 5700 Metern Höhe schafft eine natürliche geologische Grenze zwischen zwei kontinentalen Wassersystemen.
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