Tianning Temple, Buddhistische Tempelpagode in Ningbo, China.
Der Tianning-Tempel ist ein ehemaliger buddhistischer Tempel in Ningbo, von dem oberirdisch nur die Westpagode erhalten ist. Die quadratische Ziegelpagode hat fünf Geschosse, ist vor der Restaurierung 12 Meter hoch und nimmt 11 Quadratmeter ein. Ihre Mauern sind 90 Zentimeter dick, das erste Geschoss ist 3,5 Meter hoch, die oberen Geschosse nehmen von 1,08 auf 0,84 Meter ab. Die Ostpagode stürzte Ende der Qing-Dynastie ein und hinterließ nur ihr Fundament.
Das Heiligtum wurde während der Tang-Dynastie gegründet und war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Ort für die buddhistische Gemeinde. Die Strukturen wurden restauriert und erhalten, bis die chinesische Regierung es 2006 zum nationalen Kulturdenkmal erklärte und damit seinen Schutzstatus sicherte.
Der Tempel ist kein Kultort mehr: Seine Hallen wurden nach 1949 abgerissen, übrig blieb nur die Westpagode. Die Anwohner nennen sie wegen ihrer gedrungenen Form „Wugui Ta“ (Schildkrötenpagode), und ihre Ziegel tragen die Inschrift „hergestellt im vierten Jahr Xiantong“ (863). Die Ostpagode stürzte Ende der Guangxu-Ära ein; ihr Fundament wurde 1995 ausgegraben und wieder verfüllt.
Das Gelände liegt im Stadtzentrum von Ningbo und ist leicht zu Fuss erreichbar, mit klaren Wegen zwischen den verschiedenen Strukturen des Komplexes. Besucher sollten sich Zeit nehmen, die verschiedenen Räume und Hallen langsam zu erkunden, besonders in den frühen Stunden, wenn es weniger belebt ist.
Die Ostpagode stürzte in der Guangxu-Ära ein; ihr 1995 ausgegrabenes Fundament enthielt wiederverwendete Grabziegel aus Han- und Jin-Zeit sowie sechs Ziegel mit der Aufschrift „Xiantong 3“ (862). Die Schräglage der Pagode wird auf ein Abrutschen durch den Stadtgraben der Unterstadt und Schäden eines Brandes von 1684 zurückgeführt.
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