Longyou-Grotten, Antiker Höhlenkomplex in Longyou, China
Die Longyou-Höhlen bilden eine unterirdische Anlage aus 24 Kammern, die aus dem Kalkstein herausgearbeitet wurden und zusammen fast ein halbes Quadratkilometer einnehmen. Jede Kammer zeigt akkurat bearbeitete Flächen und kräftige Pfeiler, die Decken und Boden miteinander verbinden.
Bauern entdeckten die Anlage 1992, als sie jahrtausendealte Hohlräume leer pumpten, die bis dahin unter Wasser standen. Wissenschaftler vermuten, dass die Kammern während der Qin-Dynastie um 212 v. Chr. entstanden, obwohl keine schriftlichen Aufzeichnungen über ihre Entstehung existieren.
Der Name des Höhlensystems leitet sich von der gleichnamigen Region ab, in der Bauern vor Jahrzehnten die versunkenen Kammern entdeckten. Besucher können heute die regelmäßigen Rillen an den Felswänden sehen, die Hinweise auf die verwendeten Werkzeuge und Arbeitsabläufe der Erbauer geben.
Die Anlage öffnet am Morgen und schließt am Spätnachmittag, sodass genug Zeit bleibt, mehrere Kammern zu besuchen. Fußwege führen durch die beleuchteten Räume, und festes Schuhwerk hilft auf den teilweise unebenen Böden.
Die Ausmaße einzelner Kammern reichen von 1.000 bis 3.000 Quadratmetern, wobei jede Höhle drei oder vier massive Säulen aufweist, die nahtlos in die Decke übergehen. Trotz der Größe fehlen in allen Räumen Hinweise auf ihre ursprüngliche Nutzung, was bis heute Rätsel aufgibt.
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