Dailuoding, Buddhistischer Tempel am Berg Wutai, China
Dailuoding ist ein buddhistischer Tempel auf dem Berg Wutai mit fünf Hauptgebäuden, die entlang einer zentralen Achse angeordnet sind: das Paifang-Tor, die Halle der Vier Himmelskönige, die Danchan-Halle, die Manjushri-Halle und die Mahavira-Halle. Die Gebäude bilden eine klare architektonische Abfolge, die Besucher vom Eingang bis zum Heiligtum führt.
Der Tempel wurde ursprünglich während der Tang-Dynastie als Foding'an gegründet und erhielt seinen heutigen Namen Dailuoding 1750 unter dem Qianlong-Kaiser der Qing-Dynastie. Diese Umbenennung markierte eine Phase der Neugestaltung und Konsolidierung unter der Qing-Herrschaft.
Die fünf Statuen in der Manjushri-Halle vereinen die fünf Manjushri-Formen, die auf den fünf Gipfeln des Wutai-Berges verehrt werden: der kluge Manjushri des Ostgipfels, der Löwenbrüllende des Westens, die Weisheit des Südens, der Makellose des Nordens und das Kind der Mitte. Pilger nennen diesen Besuch die „kleine Pilgerfahrt zu den fünf Gipfeln“ (小朝台). Eine Stele vor der Halle trägt ein Gedicht des Qianlong-Kaisers, der 1750 hierherkam.
Der Anstieg überwindet 400 Höhenmeter. Der südliche Dazhi-Weg, 1991 mit Spenden von Meister Kaizheng vom Hongfa-Tempel in Kaohsiung angelegt, hat 1.080 Stufen aus Blaustein und ist kurz, aber steil. Der alte Nordpfad ist länger und flacher; eine 1995 erbaute Seilbahn verläuft gegen Gebühr daneben.
In der Mahavira-Halle sind achtzehn Arhat-Statuen angeordnet, die die zentralen Figuren von Sakyamuni, Amitabha und Bhaisajyaguru flankieren. Diese Anordnung zeigt, wie verschiedene Aspekte der buddhistischen Lehren durch die Positionen und Attribute dieser Figuren symbolisiert werden.
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