Xuankong Si, Buddhistischer und taoistischer Tempel in Hunyuan, China.
Der Tempel erhebt sich auf Holzbalken, die in die Felswand des Mount Heng eingelassen sind, 75 Meter über dem Boden. Die Konstruktion besteht aus mehreren Pavillons und Korridoren, die durch schmale Gehwege und Brücken miteinander verbunden sind und sich an die natürlichen Konturen der Klippe anschmiegen.
Der Mönch Liao Ran begann 491 während der Nördlichen Wei-Dynastie mit dem Bau an dieser Bergflanke. Nachfolgende Dynastien erweiterten die ursprüngliche Struktur durch zusätzliche Hallen und Renovierungen, insbesondere während der Ming- und Qing-Perioden, wodurch das heute sichtbare architektonische Ensemble entstand.
Der Tempel beherbergt 78 Statuen aus Bronze, Ton und Stein, die Gottheiten aus Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus repräsentieren und in 40 miteinander verbundenen Hallen verteilt sind. Diese religiöse Verschmelzung macht die Anlage zu einem seltenen Beispiel spiritueller Koexistenz in der chinesischen Architektur.
Besucher erreichen die Anlage über schmale Stege und Brücken, die Stabilität wird durch ein technisches System aus Querbalken und Säulen gewährleistet. Die beste Besuchszeit liegt im Frühjahr und Herbst, wenn die Wetterbedingungen angenehm sind und die Sicht auf die umliegenden Berge klar ist.
Die Positionierung an der Klippe schützte die Anlage vor Überschwemmungen des nahegelegenen Flusses und den Auswirkungen direkter Sonneneinstrahlung. Das architektonische Design integriert natürliche Felsformationen als strukturelle Elemente, wobei einige Säulen mehr dekorative als tragende Funktionen erfüllen.
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